Spargel-Jungpflanzen werden gesetzt

Seit Mitte Mai pflanzen wir wieder Spargeljungpflanzen. Die kleinen Pflänzchen werden im Gewächshaus vorgezogen und von Hand in unsere Pflanzmaschine eingelegt. Damit sie gut anwachsen, erfolgt eine Überkopfberegnung. In den nächsten zwei Jahren haben die Pflänzchen Zeit Kraft zu sammeln, bevor Sie erstmals geerntet werden können.

In Lagen mit starker Winderosion nehmen wir Zwischensaaten mit Sommergerste vor. Den Boden versuchen wir vor allem durch eine regelmäßige mechanische Bodenbearbeitung – mit dem so genannten. Grubber– unkrautfrei zu halten. Die Ungräser führen sonst zu einer hohen Nährstoffkonkurrenz und wir müssten mehr düngen. Dass die Junganlagen zwei Jahre unberührt bleiben, zieht übrigens Feldhasen an, die hier relativ oft zu beobachten sind.

Bienenstöcke für mehr Biodiversität

In Bauerngärten und in der Nähe von Robinien und Beerenplantagen haben wir Bienenstöcke aufgestellt. Mehr als 300 Bienen- und Hummelvölker sind dort zur Zeit der Blüte angesiedelt. Damit helfen wir nicht nur, die Bienenpopulation zu erhalten, sondern auch unseren Heidelbeeren. Wenn diese nämlich von Bienen bestäubt werden, werden die Früchte deutlich größer als ohne Bestäubung. Das gilt nicht nur für unsere Felder, sondern auch für jeden heimischen Hausgarten. Wer sich nicht die ganzjährige Pflege eines Bienenvolkes zutraut, kann ein Insektenhotel aufstellen – so wie wir es in unserem Kräutergarten auch gemacht haben.

Ernte auf Hochtouren

Seit vier Wochen bereits ist Niedersächsischer Spargel in aller Munde – dank unserer Erntehelfer, die im bereits seit April bei der Arbeit sind. Rund  Tonnen Spargel höchster Qualität konnten seit Saisonbeginn geerntet werden. Unsere 2000 fleißigen Erntehelfer haben bis zu 10 kg in der Stunde gestochen, dass ist eine Wahnsinnsleistung für die wir sehr dankbar sind. Da die Temperaturen mittlerweile kontinuierlich gestiegen sind, entfernen wir mittlerweile die Tunnel von den Feldern. Indem wir die Folien so gedreht haben, dass die weiße Seite nach oben zeigt, können wir das Wachstum etwas anpassen. Da die Nachfrage nach Pfingsten meist etwas abnimmt, entschleunigen wir auf diese Weise das Wachstum. Der Vorteil: Wir müssen deutlich weniger einwandfreien Spargel wegschmeißen. Übrigens: Wann es soweit ist, die Folie zu drehen, bestimmen wir nicht ausschließlich nach Erfahrung und Gefühl, sondern wir messen die Temperatur an der Knospe.