Spargel hat Früchte und Blüten

Nach der Blüte im Spargel zeigen sich vereinzelt rötliche Perlen am Kraut, dies sind die Samen der weiblichen Spargelpflanze. Diese Samen bedeuten, dass der Spargel geblüht haben muss und eine Bestäubung durch Bienen oder andere Insekten stattgefunden hat.

Da wir wissen, dass einige Spargelsorten blühen und eine beliebte Nektarquelle darstellen, setzen wir keine Bienen gefährdenden Mittel im Spargel ein, dies ist natürlich auch von gesetzlicher Seite verboten. Die Spargelanlagen blühen nach der Ernte im Juli und August – das ist eine Zeit in der andere Nektarquellen für die Bienen rah sind. So bietet der Spargel in der Ernte unter Folie vielleicht keinen attraktiven Tummelplatz für Insekten und Tiere – nach der Ernte sieht es durch das dichte Spargelkraut, das Deckung für Rehe und Hasen bieten und die Blüten jedoch ganz anders aus. So kann Spargel das Lebensumfeld von Tieren auch bereichern und eine Ergänzung zu Kulturen wie Wintergetreide darstellen, das im Juli / Anfang August geerntet wird.

Einige Vögel nehmen diese Spargelfrüchte gern zu sich, die Aussaat von Spargel in der näheren Umgebung findet nicht statt, da es sich um nicht fertile Hybridsorten handelt. Aber nur weil die Samen den Vögeln schmecken, ist es nicht ratsam sie selbst zu kosten –Für den Menschen sind die roten Perlen giftig, auch wenn sie schmackhaft aussehen.

Folie an den Feldrändern und in den Reihen – Warum liegt sie da nach der Ernte?

Die Spargelfelder sind bereits abgeerntet worden und wir haben ein Teil der Folie zwischen den Reihen abgelegt. Doch warum bleibt die Folie überhaupt draußen? Wir möchten während der gesamten Erntezeit einer Anlage (acht bis zehn Jahre) möglichst wenig Folie verwenden. Da die Felder unterschiedlich lang und breit sind, ist es notwendig die Folien exakt der Reihe der Vorjahre zuzuordnen, denn Sie wurden passgenau zugeschnitten. Genau das stellen wir über die Falttechnik sicher. So verhindern wird, dass neue Folie verwendet werden muss,  benutzen vorhandene Folie möglichst viele Jahre (im Idealfall acht Jahre, also die ganze Lebenszeit der Anlage hindurch).

Für was sind die Netze rund um das Domstiftsgut

Die Netze decken die Mairübchen ab, die auch auf dem Gut angebaut werden. Mairübchen oder Teltower Rübchen sind eine brandenburger Spezialität. Sie gehören zu den Rettichen, die Rübchen schmecken frisch, manchmal leicht süß und ähneln milden Radieschen. Damit sie nicht von der Kohlfliege beschädigt werden und sie die Rübchen ohne Wurm genießen können, legen wir Netze auf die Rüben. So können wir auch verhindern, das chemische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden müssen, um die Fliegen zu bekämpfen.