Welche Krankheiten kann ein Spargel denn bekommen?

 

Wir unterscheiden hauptsächlich zwischen pilzlichen Schaderregern und tierischen (Käfer). Die Hauptkrankheiten sind hier, der Spargelrost (oranger Pilz am unteren Stängel), die Stemphylium Laubkrankheit (Pilz an den Fiederblättern, sie werden gelb, die Pflanze kann keine Photosynthese machen), Botrytis oder Grauschimmel (Schwächepilz, die Sporen sind grau) und verschiedene Wurzelfäulen, die bei Staunässe auftreten und die Pflanzen an der Wasseraufnahme hindern.

Die Insekten schädigen den Spargel dadurch, dass sich ihre Larven in den aufwachsenden Spargel bohren (Spargelfliege), sie Saft aus den Trieben und Blättern saugen (Wanzen), sie selbst an den Blättern fressen (Spargelhähnchen – auf dem Foto).

Warum wird Unkraut bekämpft?

 

Die Beikräuter stehen in einer direkten Konkurrenz um Wasser, Licht und Nährstoffe daher müssen wir sie leider bekämpfen. Mit dem Grad der Verunkrautung treten sonst mehr oder minder große Ertragseinbußen auf.

Wir bekämpfen das Unkraut wenn möglich mechanisch, das heißt wir verschütten es mit unseren kleinen Traktoren und kleinen Grubbern unter Sand, die Unkräuter bekommen kein Licht und gehen ein.

Wenn der Druck sehr hoch ist, setzen wir auch Pflanzenschutzmittel ein. Dadurch dass der Spargel durch die Folie ohnehin gut vor Unkräutern geschützt ist, benötigen wir das jedoch nur sehr selten. Hier sind strenge Anforderungen bei der Anwendung (Abstand zu Gewässern, zu Randstreifen und Anforderungen an den Ausbringer zu beachten), zudem werden die Mittel regelmäßig vom Amt für Lebensmittel und Verbraucherschutz überprüft und sind immer nur für bestimmte Kulturen zugelassen.

Kalkung

Nicht nur im Spargelanbau, sondern auf allen Flächen kommt Kalk zum Einsatz. Durch ihn kann der pH-Wert des Bodens erhöht werden. Die meisten Pflanzen mögen einen leicht sauren pH (6,5 – 5,8), da hier die Nährstoffe am besten aufgenommen werden können. Der pH kann weiter Absinken und für die Pflanze giftige Bodenbestandteile  wie Magnesium werden frei. Daher muss man den Boden wieder mit Kalk auf den Ziel PH von 6,5 bringen. Die Versauerung ist ein natürlicher Prozess, sie ist Folge des sauren Regens, der Atmung von Bodenlebewesen (CO2 entsteht), der Aufnahme von basischen Kationen durch die Pflanzen.

Kalkung

Nicht nur im Spargelanbau, sondern auf allen Flächen kommt Kalk zum Einsatz. Durch ihn kann der pH-Wert des Bodens erhöht werden. Die meisten Pflanzen mögen einen leicht sauren pH (6,5 – 5,8), da hier die Nährstoffe am besten aufgenommen werden können. Der pH kann weiter Absinken und für die Pflanze giftige Bodenbestandteile  wie Magnesium werden frei. Daher muss man den Boden wieder mit Kalk auf den Ziel PH von 6,5 bringen. Die Versauerung ist ein natürlicher Prozess, sie ist Folge des sauren Regens, der Atmung von Bodenlebewesen (CO2 entsteht), der Aufnahme von basischen Kationen durch die Pflanzen.

Der perfekte Spargelboden

Spargel liebt leicht durchwurzelbaren, humushaltigen Sandboden (Humus ist der schwarze / dunkelbraune Anteil an erden ;)). Sie lassen sich gut bearbeiten und werden im Frühjahr schnell warm und erleichtern die Ernte.

Guter Spargelboden ist:

  • Steinfrei
  • Wurzelunkräuter wie der Ackerschatelhalm kommen nicht vor
  • Keine verfestigen Bodenschichten (Achtung Staunässe)

Der sandige Boden in Niedersachsen gefällt Gemüse besonders gut

 

Da Spargel unter der Erde wächst, benötigt er einen lockeren Boden, der ihm seinen Weg nach oben nicht unnötig erschwert. Schwere Böden zeichnen sich durch höhere Anteile an Lehm und Ton im Vergleich zu sandigen Böden aus. Aus Lehm und Ton können auch Ziegel und Töpfe gebrannt werden, daher kann man sich leicht vorstellen, dass dieser schwere Boden deutlich fester wird z.B. wenn er nass wird, als ein sandiger Boden. Hinzu kommt, dass die Verbraucher gerne Spargel vor der Grillsaison im Frühjahr essen, sandiger Boden wird schneller warm und wir können früher frischen Spargel anbieten. Außerdem lässt sich Spargel auf leichten Böden einfacher von unseren Helfern ernten.

Alles rund um den Spargel – Das Spargelmuseum Nienburg

Auf 150 Quadratmetern Ausstellungsfläche erfahren die Besucher alles Wissenswerte über das Saisongemüse, vom Anbau bis zum Verzehr. Erzählt wird die150-jährige Geschichte des niedersächsischen Spargels, der nicht nur rund um Nienburg, sondern auch in den Gegenden um Braunschweig und Burgdorf bei Hannover angebaut wird.

Das Museum ist hier:

Leinstraße 4
31582 Nienburg
Telefon: (0 50 21) 9 16 58 06

Das Niedersächsische Spargelmuseum ist seit Mai 2005 in einem fast 400 Jahre alten Niederdeutschen Hallenhaus untergebracht, das in Dolldorf im Landkreis Nienburg ursprünglich als Bauernhaus gedient hatte und 1963 in den Museumsgarten versetzt wurde.

Weitere Informationen: http://www.museum-nienburg.de/portal/seiten/niedersaechsisches-spargelmuseum-1006-1.html

Es ist so trocken, warum beregnet ihr nicht dauerhaft?

Auch wenn es trocken ist und unter Umständen manchmal staubt, können wir unseren Spargel leider nicht dauerhaft beregnen. Das Spargelkraut braucht Zeit zum Abtrocknen, da es sonst zu Fäulen kommt.

Zudem können wir nicht zu stark beregnen nach Pflanzenschutzmaßnahmen oder Düngung, da sonst etwas abgeschwemmt würde. Die Pflanze benötigt Zeit den Dünger vorher aufzunehmen bzw. die Mittel benötigen Zeit für die Wirkung. Hier steigern geringe Wassergaben die Aufnahme (da sich die Nährstoffe und Mittel im Wasser lösen und dann über die Wurzel aufgenommen werden), zu hohe Wassergaben würden den Boden jedoch auswaschen.

Wir beregnen unseren Spargel, weil…

  • Das Anwachsen der jungen Pflanzen gefördert wird
  • Die Anzahl der Spargelstangen im nächsten Jahr zunimmt
  • Das Absterben der jungen Triebe vermindert wird
  • Sich der Alterungsprozess der Anlage verzögert
  • Der Boden wird bei Hitze gekühlt und die Qualität wird besser
  • Allerdings wird der Erntezeitpunkt so verzögert (kühlt)
  • Die Nährstoffaufnahme verbessert sich (dann geringere Auswaschung, weil die Pflanze alles aufnimmt)

Informieren Sie sich gerne vor Ort in Scharringhausen

Unsere Hofführungen in Scharringhausen sind bereits eine Institution in der Region. Unsere Fachkundigen Führer zeigen Ihnen gern die Produktion und bei Interesse kann auch das Uchter Moor, in dem jetzt unsere leckeren Heidelbeeren reifen, besucht werden. Melden Sie sich direkt an unter 04273-93200 oder reservierung@thiermannspargel.de