Wie lernen die Erntehelfer ihr Handwerk?


Zum einen zeigen wir unseren Erntehelfern direkt auf dem Feld wie die Spargelernte funktioniert, zum anderen bekommen unsere Helfer bei Anreise eine Einführung in die Spargelernte über ein Lehrvideo in ihrer Heimatsprache.
Sie arbeiten immer in den gleichen Gruppen mit erfahrenen Gruppenleitern zusammen. Ein Gruppenleiter ist ein Mitarbeiter, der viel Erfahrung in seiner Kultur besitzt, das heißt er hat zunächst als Erntehelfer im Spargel gearbeitet, stets großes Engagement gezeigt und andere eingewiesen. Nach einiger Zeit bieten wir diesen wertvollen Mitarbeitern dann eine Anstellung als Gruppenleiter in der Saison an.
Der Gruppenleiter trägt hierbei große Verantwortung, er weißt neue Spargelstecher in die Arbeit ein und kontrolliert ihre Arbeit (wurde die ganze Reihe beerntet, ist der Spargel verletzt worden d.h. zu lang gestochen). Zudem muss er erkennen, ob ein Mitarbeiter noch nicht ausreichend eingewiesen wurde oder seine Technik verbessert werden kann.

Wie finden Sie ihre Erntehelfer?

Unsere Erntehelfer stammen zu meist aus Rumänien, hier kommen sie vor allem aus dem ländlich- geprägten Raum und nutzen die Spargelsaison um sich ihr Auskommen aufzubessern. In den ländlichen Regionen leben viele Menschen von der Landwirtschaft und sind häufig erfahren in der Ernte.

Unsere Helfer hören zum einen von anderen, die bereits bei uns gearbeitet haben von unserem Unternehmen. Daher ist uns eine faire Behandlung der Helfer wichtig. Außerdem können sie sich über das Internet über uns informieren und wir werben auf Arbeitsmessen und in Zeitungen in ihren Heimatländern. Haben unsere Erntehelfer Interesse an einer Beschäftigung während der Ernte melden sie sich schriftlich oder per E-Mail. Dann erhalten sie Informationen zur Arbeit, zu den Anforderungen (körperliche Arbeit) und zur Anreise. Mit den ausgefüllten Personalfragebögen geben unsere Erntehelfer auch einen Zeitraum an in dem sie am liebsten in Deutschland arbeiten möchten und welche Kultur ihnen am liebsten wäre (Heidelbeeren, Erdbeeren oder Spargel). Natürlich sind die Homepages, die Arbeitsverträge, die Lehrvideos usw. alle in rumänischer und polnischer Sprache verfügbar

Gibt es Bio-Spargel?

Es gibt Bio-Spargelhöfe, allerdings sind es nur sehr wenige. Sie machen in etwa 4% der gesamten Fläche aus. Hier wird teilweise auf Grund der Vorteile (Wärme, weniger Herbizide) Folie eingesetzt, andere verzichten darauf. Der Aufwand ist beim Bio-Anbau höher – da keine Pflanzenschutzmittel oder mineralischen Dünger eingesetzt werden. Hierdurch ist noch mehr Handarbeit notwendig bei gleichzeitig geringerem Ertrag und die Produzenten benötigen die entsprechenden Preisaufschläge.

Im Herbst muss das Spargelkraut ab

Zu Beginn des Winters entfernen wir das Spargelkraut von unseren Feldern. Manchmal ist es krank und wir wollen Sporen von Pilzen nicht mit ins nächste Jahr nehmen. Außerdem beginnen die Stängel hohl zu werden, weil die Pflanze ihre Nährstoffe bereits in die Wurzeln verlagert. Durch das Abmulchen halten wir den Spargel kurz und können die hohlen, abgeschnittenen Stängel mit Erde bedecken, so sind sie besser für den kommenden Frost gerüstet und laufen nicht voll Wasser.

Im Herbst muss das Spargelkraut ab

Zu Beginn des Winters entfernen wir das Spargelkraut von unseren Feldern. Manchmal ist es krank und wir wollen Sporen von Pilzen nicht mit ins nächste Jahr nehmen. Außerdem beginnen die Stängel hohl zu werden, weil die Pflanze ihre Nährstoffe bereits in die Wurzeln verlagert. Durch das Abmulchen halten wir den Spargel kurz und können die hohlen, abgeschnittenen Stängel mit Erde bedecken, so sind sie besser für den kommenden Frost gerüstet und laufen nicht voll Wasser.

Optimale Düngemengen mit Bodenanalysen bestimmen

Spätestens vor der Pflanzung oder Düngung ist eine Bodenanalyse notwendig. Spargel wächst in einer Tiefe von 20 – 70 cm und in diesem Bereich wird das Erdreich beprobt. Schließlich werden die Proben gut durchmischt (weil mehrere Proben an verschiedenen Stellen im Feld gezogen werden, beispielsweise nach dem Muster des Hauses vom Nikolaus) und bestimmt welcher Gehalt an Nährstoffen dem Boden fehlt.

Welche Krankheiten kann ein Spargel denn bekommen?

 

Wir unterscheiden hauptsächlich zwischen pilzlichen Schaderregern und tierischen (Käfer). Die Hauptkrankheiten sind hier, der Spargelrost (oranger Pilz am unteren Stängel), die Stemphylium Laubkrankheit (Pilz an den Fiederblättern, sie werden gelb, die Pflanze kann keine Photosynthese machen), Botrytis oder Grauschimmel (Schwächepilz, die Sporen sind grau) und verschiedene Wurzelfäulen, die bei Staunässe auftreten und die Pflanzen an der Wasseraufnahme hindern.

Die Insekten schädigen den Spargel dadurch, dass sich ihre Larven in den aufwachsenden Spargel bohren (Spargelfliege), sie Saft aus den Trieben und Blättern saugen (Wanzen), sie selbst an den Blättern fressen (Spargelhähnchen – auf dem Foto).

Warum wird Unkraut bekämpft?

 

Die Beikräuter stehen in einer direkten Konkurrenz um Wasser, Licht und Nährstoffe daher müssen wir sie leider bekämpfen. Mit dem Grad der Verunkrautung treten sonst mehr oder minder große Ertragseinbußen auf.

Wir bekämpfen das Unkraut wenn möglich mechanisch, das heißt wir verschütten es mit unseren kleinen Traktoren und kleinen Grubbern unter Sand, die Unkräuter bekommen kein Licht und gehen ein.

Wenn der Druck sehr hoch ist, setzen wir auch Pflanzenschutzmittel ein. Dadurch dass der Spargel durch die Folie ohnehin gut vor Unkräutern geschützt ist, benötigen wir das jedoch nur sehr selten. Hier sind strenge Anforderungen bei der Anwendung (Abstand zu Gewässern, zu Randstreifen und Anforderungen an den Ausbringer zu beachten), zudem werden die Mittel regelmäßig vom Amt für Lebensmittel und Verbraucherschutz überprüft und sind immer nur für bestimmte Kulturen zugelassen.

Kalkung

Nicht nur im Spargelanbau, sondern auf allen Flächen kommt Kalk zum Einsatz. Durch ihn kann der pH-Wert des Bodens erhöht werden. Die meisten Pflanzen mögen einen leicht sauren pH (6,5 – 5,8), da hier die Nährstoffe am besten aufgenommen werden können. Der pH kann weiter Absinken und für die Pflanze giftige Bodenbestandteile  wie Magnesium werden frei. Daher muss man den Boden wieder mit Kalk auf den Ziel PH von 6,5 bringen. Die Versauerung ist ein natürlicher Prozess, sie ist Folge des sauren Regens, der Atmung von Bodenlebewesen (CO2 entsteht), der Aufnahme von basischen Kationen durch die Pflanzen.

Kalkung

Nicht nur im Spargelanbau, sondern auf allen Flächen kommt Kalk zum Einsatz. Durch ihn kann der pH-Wert des Bodens erhöht werden. Die meisten Pflanzen mögen einen leicht sauren pH (6,5 – 5,8), da hier die Nährstoffe am besten aufgenommen werden können. Der pH kann weiter Absinken und für die Pflanze giftige Bodenbestandteile  wie Magnesium werden frei. Daher muss man den Boden wieder mit Kalk auf den Ziel PH von 6,5 bringen. Die Versauerung ist ein natürlicher Prozess, sie ist Folge des sauren Regens, der Atmung von Bodenlebewesen (CO2 entsteht), der Aufnahme von basischen Kationen durch die Pflanzen.