Eine kleine Geschichte des weißen Spargels

Spargel war in der Antike vor allem als Zier- und Heilpflanze bekannt und geschätzt. Vom griechischen Arzt Hippokrates aus Kos (ca. 460-370 v. Chr.) wird er in seinen Aufzeichnungen als Heilmittel genannt. Anders als die Griechen waren die Italiener in der Antike stärkere an der Verbesserung von landwirtschaftlichen Anbausystemen interessiert. Sie haben das Anbausystem verbessert und den Spargel kultiviert und verstärkt für den Verzehr geerntet. So stammt eine Anbauanleitung von Marcus Portius Cato (ca. 234-149 v. Chr.). Auch damals wurde er bedingt durch seinen frischen, leichten Geschmack als Beilage zu Fisch gegessen. Durch die Römer verbreitete sich die Pflanze im restlichen Europa. Heute wird er vor allem in England, Frankreich und Spanien als Grünspargel kultviert und verzerrt. Bleichspargel (weißer Spargel) ist in Beelitz entwickelt worden und bis heute vor allem hier bekannt. Auf einem Hof in Beelitz haben wir gehört, dass der weiße Spargel entdeckt wurde, weil ein Bauer seinen Zierspargel abtöten wollte und daher mit Erde bedeckte (Pflanzen gehen ohne Sonnenlicht ein). Als er dann im Frühjahr den Erdwall abnehmen wollte, sah er die weißen Stangen. Auf Grund ihres hervorragenden Aussehens brachte er sie nach Sansoucis zum König. Dieser war so begeistert, dass für einige Zeit nur dieser Bauer das edle Gemüse am Schloss anliefern durfte.