Spargelpflanzung

Seit Mitte Mai pflanzen wir wieder Spargeljungpflanzen. Die kleinen Pflänzchen werden im Gewächshaus vorgezogen und von Hand in unsere Pflanzmaschine eingelegt. Damit die sie gut anwachsen, erfolgt eine Überkopfberegnung. In den nächsten zwei Jahren haben die Pflänzchen Zeit Kraft zu sammeln, bevor Sie erstmals geerntet werden können.

In Lagen mit starker Winderosion nehmen wir Zwischensaaten mit Sommergerste vor. Den Boden versuchen wir vor allem durch eine regelmäßige mechanische Bodenbearbeitung – mit dem sog. Grubber– unkrautfrei zu halten. Die Ungräser führen sonst zu einer hohen Nährstoffkonkurrenz und wir müssten mehr Düngen. Dass die Junganlagen zwei Jahre unberührt bleiben, zieht übrigens Feldhasen an, die hier relativ oft zu beobachten sind.

Spargeljunganlagen – schaffen ökologischen Mehrwert

In den Spargeljunganlagen muss noch vieles von Hand erledigt werden. Die kleinen Spargelpflanzen sind sehr empfindlich, chemische Pflanzenschutzmittel würden das junge Gewebe beschädigen. Daher erfolgt die gesamte Unkrautbekämpfung mechanisch – also mit Hacke und Handschuh. Damit sich die kleinen Pflanzen etablieren können, werden Sie anfänglich über Kopf und dann mit wassersparenden Tropfschläuchen beregnet. Nach ca. 3 Jahren hat der Spargel so tief gewurzelt, dass auch auf den trockenen, sandigen Böden keine Beregnung mehr notwendig ist.

Damit in den ersten zwei Jahren vor der Ernte der Acker bleibt wo er hingehört, nehmen wir eine Einsaat mit Grass vor. Dieses wird ebenfalls nur gemäht und Löwenzahn und andere Kräuter und Blumen dürfen ebenfalls wachsen. So schaffen unsere Junganlagen ökologischen Mehrwert 🙂

Wie viel Spargel essen wir? Wer kauft ihn und wo überhaupt?

 

Deutschland ist Spargelland Nummer 1. Aus diesem Grund verzehrt auch jeder Haushalt im Schnitt 2,5 kg pro Saison. Unsere Kunden sind in der Regel bereits etwas älter und kennen das königliche Gemüse vermutlich schon aus ihrer Kindheit (viele Käufer gehören zur Generation 50 +). Im Vergleich zu anderem Gemüse haben die Hofläden und Wochenmärkte eine große Bedeutung, denn hier wird fast 50 % des Edelgemüses bezogen.

Die Importe sind in der Vergangenheit weniger geworden. Spargel aus dem Ausland stammt meist aus Griechenland, Spanien oder Polen.

Bienen in den Heidelbeeren

In unseren Heidelbeerfeldern haben wir gemeinsam mit Imkern aus der Region mehrere Bienenstöcke aufgestellt, mehr als 50 Bienenvölker sind mittlerweile dort angesiedelt.

Damit helfen wir nicht nur, die Bienenpopulation zu erhalten, sondern auch unseren Heidelbeeren. Wenn diese nämlich von Bienen bestäubt werden, werden die Früchte deutlich größer als ohne Bestäubung. Das gilt nicht nur für unsere Felder, sondern auch für jeden heimischen Hausgarten. Wer sich nicht die ganzjährige Pflege eines Bienenvolkes zutraut, kann ein Insektenhotel aufstellen – so wie wir es in unserem Kräutergarten auch gemacht haben.