Der perfekte Spargelboden

Spargel liebt leicht durchwurzelbaren, humushaltigen Sandboden (Humus ist der schwarze / dunkelbraune Anteil an erden ;)). Sie lassen sich gut bearbeiten und werden im Frühjahr schnell warm und erleichtern die Ernte.

Guter Spargelboden ist:

  • Steinfrei
  • Wurzelunkräuter wie der Ackerschatelhalm kommen nicht vor
  • Keine verfestigen Bodenschichten (Achtung Staunässe)

Der sandige Boden in Niedersachsen gefällt Gemüse besonders gut

 

Da Spargel unter der Erde wächst, benötigt er einen lockeren Boden, der ihm seinen Weg nach oben nicht unnötig erschwert. Schwere Böden zeichnen sich durch höhere Anteile an Lehm und Ton im Vergleich zu sandigen Böden aus. Aus Lehm und Ton können auch Ziegel und Töpfe gebrannt werden, daher kann man sich leicht vorstellen, dass dieser schwere Boden deutlich fester wird z.B. wenn er nass wird, als ein sandiger Boden. Hinzu kommt, dass die Verbraucher gerne Spargel vor der Grillsaison im Frühjahr essen, sandiger Boden wird schneller warm und wir können früher frischen Spargel anbieten. Außerdem lässt sich Spargel auf leichten Böden einfacher von unseren Helfern ernten.

Alles rund um den Spargel – Das Spargelmuseum Nienburg

Auf 150 Quadratmetern Ausstellungsfläche erfahren die Besucher alles Wissenswerte über das Saisongemüse, vom Anbau bis zum Verzehr. Erzählt wird die150-jährige Geschichte des niedersächsischen Spargels, der nicht nur rund um Nienburg, sondern auch in den Gegenden um Braunschweig und Burgdorf bei Hannover angebaut wird.

Das Museum ist hier:

Leinstraße 4
31582 Nienburg
Telefon: (0 50 21) 9 16 58 06

Das Niedersächsische Spargelmuseum ist seit Mai 2005 in einem fast 400 Jahre alten Niederdeutschen Hallenhaus untergebracht, das in Dolldorf im Landkreis Nienburg ursprünglich als Bauernhaus gedient hatte und 1963 in den Museumsgarten versetzt wurde.

Weitere Informationen: http://www.museum-nienburg.de/portal/seiten/niedersaechsisches-spargelmuseum-1006-1.html

Es ist so trocken, warum beregnet ihr nicht dauerhaft?

Auch wenn es trocken ist und unter Umständen manchmal staubt, können wir unseren Spargel leider nicht dauerhaft beregnen. Das Spargelkraut braucht Zeit zum Abtrocknen, da es sonst zu Fäulen kommt.

Zudem können wir nicht zu stark beregnen nach Pflanzenschutzmaßnahmen oder Düngung, da sonst etwas abgeschwemmt würde. Die Pflanze benötigt Zeit den Dünger vorher aufzunehmen bzw. die Mittel benötigen Zeit für die Wirkung. Hier steigern geringe Wassergaben die Aufnahme (da sich die Nährstoffe und Mittel im Wasser lösen und dann über die Wurzel aufgenommen werden), zu hohe Wassergaben würden den Boden jedoch auswaschen.

Wir beregnen unseren Spargel, weil…

  • Das Anwachsen der jungen Pflanzen gefördert wird
  • Die Anzahl der Spargelstangen im nächsten Jahr zunimmt
  • Das Absterben der jungen Triebe vermindert wird
  • Sich der Alterungsprozess der Anlage verzögert
  • Der Boden wird bei Hitze gekühlt und die Qualität wird besser
  • Allerdings wird der Erntezeitpunkt so verzögert (kühlt)
  • Die Nährstoffaufnahme verbessert sich (dann geringere Auswaschung, weil die Pflanze alles aufnimmt)

Informieren Sie sich gerne vor Ort in Scharringhausen

Unsere Hofführungen in Scharringhausen sind bereits eine Institution in der Region. Unsere Fachkundigen Führer zeigen Ihnen gern die Produktion und bei Interesse kann auch das Uchter Moor, in dem unsere leckeren Heidelbeeren jetzt im August reifen, besucht werden. Melden Sie sich direkt an unter 04273-93200 oder reservierung@thiermannspargel.de

Spargel nach Ernte – Pflanzenschutz nur mit Bedacht

 

Der Spargel muss sich derzeit von den Strapazen der Ernte erholen. Damit es ihm gut geht, lockern wir laufend den Boden zwischen den Reihen. Durch diese Maßnahmen werden, ähnlich wie beim Hacken im Garten, bereits kleine Unkrautpflänzchen herausgezogen und trocknen ein – ganz ohne chemische Mittel. Der Spargel wächst dicht auf, sammelt Kraft für das nächste Jahr und bietet heimischen Wildtieren Deckung.

Es ist wichtig, dass der Spargel nun gesund bleibt, daher „bonitiert“ unser Team die Bestände. Das heißt, die Pflanzen werden genau angeschaut und es wird ermittelt, welche pilzlichen und tierischen Schädlinge bereits am Werk sind. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sofort eine Behandlung erfolgt. Zuerst wird abgewogen, ob die sogenannte „Schadschwelle“ erreicht wurde und wir etwas zur Gesunderhaltung unternehmen müssen. Auf dem Bild sehen Sie eine saftig grüne Altanlage. I

Mechanisierung der Spargelernte

Kontinuierlich versuchen verschiedene Hersteller derzeit die Spargelernte zu mechanisieren. Eine Aufgabe die dadurch erschwert wird, dass das Gemüse sehr empfindlich ist und schnell zerbricht und durch die großen Massen an Erde. Schließlich ist der weiße Spargel komplett von einer schützenden Erdschicht umgeben und unsere Erntehelfer erkennen die richtigen Stellen nur durch feine Risse an der Oberfläche.

Dieser Herausforderung haben sich dennoch verschiedene Firmen angenommen. Ganz neu ist der Vollernter der Firma Cerescon, der bis zu drei Reihen gleichzeitig beernten kann, so würde er bis zu 50 ha am Tag bewältigen.

Der Roboter erkennt dabei wo der Spargel im Damm ist mithilfe von Sensoren, er sticht ihn und übernimmt das gesamte Folienmanagement.

 

Fasziniert vom Roboter? Dann schauen Sie hier:  https://www.agrarheute.com/agrartechnik/news/cerescon-liefert-ersten-spargelernte-roboter-543807

Wieso gibt es richtige Spargelanbaugebiete?

In Deutschland gibt es heute drei  große Spargelanbaugebiete: Das norddeutsche (erstreckt sich von Braunschweig über Hannover, Osnabrück und Münster bis an Nordsee und Elbe) sowie das süddeutsche Anbaugebiet in den Regionen um Schrobenhausen, Schwetzingen, Darmstadt und Ingelheim. In Brandenburg wird Spargel vor allem bei Beelitz in Berlin angebaut, hier wurde der weiße Spargel angeblich auch erfunden. Die Entstehung dieser Gebiete ist zum einen auf die Beschaffenheit der Böden zurückzuführen (Brandenburg und Niedersachsen), da er auf sandigen Böden besonders gut gedeiht, aber auch auf die räumliche Nähe zu den Ballungsgebieten (Berlin in Brandenburg und Schrobenhausen vor den Toren Münchens).

Spargel hat Früchte und Blüten

Nach der Blüte im Spargel zeigen sich vereinzelt rötliche Perlen am Kraut, dies sind die Samen der weiblichen Spargelpflanze. Diese Samen bedeuten, dass der Spargel geblüht haben muss und eine Bestäubung durch Bienen oder andere Insekten stattgefunden hat.

Da wir wissen, dass einige Spargelsorten blühen und eine beliebte Nektarquelle darstellen, setzen wir keine Bienen gefährdenden Mittel im Spargel ein, dies ist natürlich auch von gesetzlicher Seite verboten. Die Spargelanlagen blühen nach der Ernte im Juli und August – das ist eine Zeit in der andere Nektarquellen für die Bienen rah sind. So bietet der Spargel in der Ernte unter Folie vielleicht keinen attraktiven Tummelplatz für Insekten und Tiere – nach der Ernte sieht es durch das dichte Spargelkraut, das Deckung für Rehe und Hasen bieten und die Blüten jedoch ganz anders aus. So kann Spargel das Lebensumfeld von Tieren auch bereichern und eine Ergänzung zu Kulturen wie Wintergetreide darstellen, das im Juli / Anfang August geerntet wird.

Einige Vögel nehmen diese Spargelfrüchte gern zu sich, die Aussaat von Spargel in der näheren Umgebung findet nicht statt, da es sich um nicht fertile Hybridsorten handelt. Aber nur weil die Samen den Vögeln schmecken, ist es nicht ratsam sie selbst zu kosten –Für den Menschen sind die roten Perlen giftig, auch wenn sie schmackhaft aussehen.